Kultur Ein aussergewöhnliches Spektakel
Drachenbootrennen sind außergewöhnliche, aufregende Spektakel und Teil der Drachenboot-Kultur auf der ganzen Welt.
Show The Show must go on
Fünf bis sechs Boote mit jeweils 20 Personen treten gleichzeitig gegeneinander an. Schon diese Tatsache, dass 100 bis 120 Sportler gleichzeitig um den Aufstieg kämpfen, sorgt – gemeinsam mit den Trommlern und den Anfeuerungsrufen der Zuschauer – für eine einzigartige Stimmung. Die Sieger steigen jeweils in die nächste Runde auf, nach diesem K.O.-System werden die Cup-Sieger und daraus der Gesamtsieger der Veranstaltung ermittelt. Beim 2. Salzburger Drachenbootcup & Festival 2007 in Bürmoos werden 10 Cups ausgetragen und bei einer Tombola für die Zuschauer werden während der Siegerehrung zusätzlich Superpreise verlost.
Kampf
der
Geschlechter
Männer und Frauen in einem Boot
Das typische Drachenboot ist am Bug und Heck mit Drachenkopf, bzw. Drachenschwanz versehen. Auf den Planken sind Drachenschuppen aufgemalt und die Paddel symbolisieren die Klauen dieser Fabeltiere. Zur Besatzung eines Drachenbootes gehören 18 Paddler, ein Trommler und ein Steuermann. Mindestens 5 Damen müssen der Bootsmannschaft angehören. Für reine Damenteams ist auch die Anmeldung zum Damencup möglich! Kostümierte Teams sind Ehrensache und werden beim Kreativitätscup speziell prämiert! So treten das Team der „Flintstones“ gegen die „Teufelsweiber“ oder gegen die „Wikinger“ an und alle – von den Teilnehmern bis zu den Zuschauern – haben eine Riesengaudi!
Motivation

Teamgeist als Motivation
Drachenbootrennen erfordern nicht viel Kraft, aber etwas Ausdauer, Mut und Geschick. Gefragt sind auch Einheit, Harmonie und Teamgeist. Deshalb werden Events dieser Art bereits von vielen Unternehmen weltweit zur Stärkung der Teamfähigkeit ihrer Mitarbeiter genutzt. Es ist beachtlich, welchen Ehrgeiz die einzelnen Teams – trotz des großen Spaßfaktors – entwickeln. Am Bürmooser See werden auf einer Strecke etwa 200 Metern an die 100 Mannschaften von Firmen, Ämtern, Vereinen, Klubs oder privaten Freundeskreisen um einen der begehrten Cup-Pokale kämpfen.

 
Event Das Festival rund um den Drachenboot-Cup
Dieser Drachenbootcup wird von einer 3tägigen Veranstaltung mit einem einzigartigen Unterhaltungsprogramm umrahmt. Verschiedene Musikgruppen von Rock über Jazz bis Soul und Pop sowie ein Diskjockey sorgen auf der Hauptbühne für Unterhaltung für Jung und Alt. Gastronomen aus der Region werden mit einem breit gefächerten internationalen Angebot vertreten sein und auch Künstler und Handwerker werden Ihre Kunst präsentieren. Für ein Unterhaltungsprogramm für Kinder ist natürlich gesorgt!
Legenden
Mythen
Rituale
Drachenboot-Rennen sind heute eine der am stärksten wachsenden Sportarten weltweit. Eine Tradition, die voll von Ritualen und spirituellen Glaubensvorstellungen auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurückgeht - in eine Zeit der politischen Umbrüche, Korruption, Willkür und Intrigen im feudalistischen China.

Viele Legenden ranken sich um den Ursprung der Drachenboot-Festivals, die mit dem Tod des Staatsmannes und Poeten Qu Yuan verbunden sind.

Qu Yuan wurde ca. 340 v.Chr. als Sohn einer aristokratischen Familie im Staate Chu, der heutigen Hubei Provinz, geboren - in einer Epoche, die als die Zeit der kriegerischen Staaten bezeichnet wird.
Mei Huai König von Chu berief Qu Yuan zum Minister für Gesetz und religiöse Zeremonien (Fa Ling Guan). Alle damaligen Gesetze des Landes Chu wurden von Qu Yuan niedergeschrieben. Aufgrund eines Streites über die Außenpolitik mit dem Großkämmerer wurde er vom König all seiner ministerialen Dienste enthoben.
Als König Mei Huai von Yin Ji König von Qin eingeladen wurde, einer Konferenz in Wu Guan in der Provinz Shaanxi beizuwohnen, riet Qu Yuan seinem König, nicht zu gehen. Doch des Königs Sohn teilte diesen Ratschlag nicht. Er nahm an, daß Yin Ji eine Absage zum Anlaß nehmen würde, Chu anzugreifen. König Mei Huai ging zu der Konferenz und wurde von Yin Ji gefangen genommen.

Qu Yuan machte daraufhin des Königs Sohn für die Geschehnisse verantwortlich und wurde aus diesem Grunde vom Königshof in die barbarischen Provinzen südlich der Hauptstadt Jiang Ling verbannt.

Auf seinem Weg ins Exil gelangte er an den Fluß Mi Luo in der Provinz Hunnan. Während dieser Zeit verfaßte er eines der einflußreichsten Werke der chinesischen Dichtung - das Li Sao.

Voller Gram über seine Verbannung und die politischen Mißstände sah er wohl keinen Ausweg mehr. Er stürzte sich in die Fluten des Mi Luo.
Die Nachricht über seinen Freitod verbreitete sich schnell in den nahegelegenen Dörfern. Fischer, für die Qu Yuan Hoffnungsträger im Kampf um eine Landreform geworden war, versuchten ihn zu retten. Sie lieferten sich ein Wettrennen mit ihren Booten und versuchten mit lautem Trommeln die gefährlichen Fische zu vertreiben und warfen dabei mit Reis gefüllte Blätter (Zong Zi) ins Wasser.

Vergeblich .....
Seither zelebrierten die Fischer in jedem Jahr am 5. Tag des 5. Mondes zu Ehren Qu Yuan´s Feierlichkeiten mit symbolischen Bootsrennen, an denen auch die obersten Regierungsbeamten zugegen waren. Später wurden die Boote mit Drachenköpfen verziert.

Die Vorstellung eines sterbenden Gottes stand im Mittelpunkt vieler altertümlicher Festivals und wurde häufig durch Menschenopfer und blutige Kämpfe auf dem Wasser zum Ausdruck gebracht. Die über 2000jährige Tradition der Festivals ist in den bis heute existierenden chinesischen Glaubensvorstellungen verankert, Regen, reiche Ernte, Gesundheit und Glück zu bringen, für die der Drachen als Symbol steht.

Obwohl sicherlich westliche Drachenboot-Paddler ihren Sport nicht als symbolische, regenbringende Kämpfe zwischen göttlichen Drachen verstehen, ist doch die Intensität und das außergewöhnliche, aufregende Spektakel Teil der Drachenboot-Kultur auf der ganzen Welt.
Die Erweckung
des Drachens

Ein bis zum heutigen Tage ausgeübtes Ritual ist die Erweckung des Drachen durch das Ausmalen des Auges.
Tage vor dem Rennen halten taoistische Priester eine Zeremonie ab. Der Priester sticht den Säbel in den Fu Zhou - einen Geldschein, der mit mystischen Schriftzeichen verziert ist. Dann werden Kopf, Schwanz, Rumpf und Trommel mit dem Säbel berührt - begleitet vom Klingen einer Glocke und magischem Sprechgesang. Anschließend wird das Papiergeld verbrannt und der magische Sand auf den Drachenkopf gestreut. Ein hohe Persönlichkeit darf die Stellen kennzeichnen, an denen sich die Augen des Drachen befinden sollen. Diese werden dann mit roter Farbe ausgemalt.

Dieses Ritual soll Erfolg und Glück bei den bevorstehenden Wettkämpfen bringen.
(Quellennachweis: www.drachenboot.de)

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